bücherraum f

ein raum - zwei bibliotheken - viele debatten

Jungstrasse 9, 8050 Zürich

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Veranstaltungen

Der bücherraum f ist ein Begegnungszentrum. Umgeben von Büchern bietet sich darin die Möglichkeit, in intensivem Rahmen zu debattieren. Ein breit gefächertes Programm mit Lesungen, Vorträgen und Diskussionen wird sich mit historischen und aktuellen Publikationen und Fragen auseinandersetzen. Der Raum steht aber auch gegen einen Unkostenbeitrag für private Initiativen zur Verfügung. Wer etwas zur Diskussion stellen will, kann das hier in anregender Ambiance tun.


ausgelesen

Ruedi Küng (Publizist, InfoAfrica) stellt Bücher aus der Bibliothek vor
Montag, 19. November 2018, 19 Uhr

Der Publizist Ruedi Küng beschäftigt sich seit mehr als 35 Jahren intensiv mit Afrika. Einst Delegierter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK, war er zwölf Jahre lang Afrikakorrespondent von Radio SRF. Er hat in Uganda, Südafrika, Kenia und im Sudan gelebt und arbeitet heute mit InfoAfrica. ch selbständig als Afrikaspezialist.


Geburtstagslesung

Esther Spinner liest zu ihrem 70. Texte aus 40 Jahren
Freitag, 30. November 2018, 19 Uhr

Esther Spinner publiziert seit 1981 Romane, Kinderbücher und Anagramme. Sie ist Mitbegründerin von Femscript und der Anagramm-Agentur. Sie Arbeitet als Kursleiterin für kreatives Schreiben. Im Gespräch mit ihrer Kollegin Wanda Schmid erzählt sie von ihrem Schaffen.
Anschliessend Apéro


Dritter Zürcher Büchner-Tag

"Georg Büchner in Oerlikon". Ein Rundgang
Sonntag, 9. Dezember 2018, 14 Uhr

Ja, dazu gibt es Etliches zu zeigen und zu berichten: Wo Büchner bei der Einreise nach Zürich 1836 die Pferde wechselte. Was Max Frisch zum Fremden und dem Fremden in der Stadt zu sagen hatte. Wie Max Bills geplantes Büchner-Monument aussah, und warum der Louis-Häfliger- Park in der Büchner’ schen Tradition steht.


Vorschau

Montag, 28. Januar 2019, 19 Uhr
Monika Stocker: "Zürich von unten, Geschichte und Geschichten"

Montag, 11. Februar 2019, 19 Uhr
Beat Dietschy: "Die Geburt der Utopie aus dem Geist der Alpen". Ernst Bloch und die Schweiz


frühere Veranstaltungen

ausgelesen

Jakob Tanner (Historiker) stellt Bücher aus der Bibliothek vor
Montag, 5. November 2018, 19 Uhr

Ein profilierter Autor und bis 2015 Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich, befasst sich Jakob Tanner zurzeit unter anderem mit den beiden grossen Konfliktjahren 1918 und 1968, und dies nicht nur in der Schweiz. Seine "Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert" von 2015 ist mittlerweile ein Standardwerk.

Die gestrige Veranstaltung mit Jakob Tanner hat unseren Raum mit über zwanzig Leuten wieder gut gefüllt, wobei erstmals die Männer eine ganze knappe Mehrheit stellten. Und eine Kontinuität im Buchuniversum stellte sich her, weil diesmal jener Verleger anwesend war, der einst jenes Buch von Elisabeth Gerter wieder aufgelegt hatte, das Elisabeth Joris das letzte Mal erwähnt hatte.

Jakob begann mit ein paar Überlegungen zum Medium Buch als beweglich-unbewegliches Objekt und zu Bibliotheken; seine Auswahl (Frans Masereel / Marxens Grundrisse / Susan Sontag: Krebs als Metapher / Charlotte Brontë: Jane Eyre (aus der Frauenbibliothek) / Claudia Roth: Urban Dreams - als Geschenk an die Bibliothek) beschäftigte sich auch mit Bildern, Gemälden ebenso wie Metaphern; wie bei ihm gewohnt konnte er spielend Reflexionen über den sozialen Alltag mit deren theoretischer Aufarbeitung verbinden, und man könnte sogar als untergründiges Motiv herausklamüsern, wie sich eine kritische Haltung gewinnen lässt. Fragen entzündeten sich interessanterweise vor allem am Stichwort des esoterischen Marxismus, die Diktatur des Proletariats schwebte kurz durch den Raum, man kam aufs Verhältnis von Wirtschaft und Politik zu sprechen, und mit dem Hinweis auf Studien zu bullshit-jobs wurde sogar die unmittelbarste Aktualität in Form des verelendeten US-Mittelstands bzw. der weissen Arbeiterklasse gestreift, die sich heute Abend vielleicht doch wieder von Trump abwenden.


ausgelesen

Elisabeth Joris (Historikerin) stellt Bücher aus der Biblothek vor
Montag, 22. Oktober 2018, 19 Uhr

Elisabeth Joris, Historikerin und langjährige Aktivistin der Neuen Frauenbewegung, hat die im bücherraum f integrierte Bibliothek des Frauenzentrums seit den 1970er Jahren als Leserin von feministisch geprägter Theorie und Literatur genutzt. Neben den bahnbrechenden "Frauengeschichte(n)" von 1986 finden sich in ihren Büchern immer wieder "Tiefenbohrungen" im doppelten Wortsinn.

Im wiederum gut gefüllten Raum waren wir insgesamt 26 Leute, mehrheitlich weiblich, man konnte mindestens drei Oerlikon-Ansässige identifizieren, umgekehrt war eine Besucherin sogar aus Luzern angereist. Elisabeth Joris stellte fünfzig Minuten lang fliessend sechs Bücher vor, literarische ebenso wie Sachbücher, von Maryse Condé uuml;ber Elisabeth Gerter bis Bridget Anderson, historisch verortet und zugleich mit aktuellen Bezügen, und danach gab es noch ein Gespräch, das sich vor allem um die St. Galler Textilindustrie drehte.


Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte

eine Lesung von Ahima Beerlage
Montag, 1. Oktober 2018, 19 Uhr

Ahima Beerlage erzählt aus ihrem bunten, facettenreichen und oft turbulenten Leben als lesbische Feministin, Moderatorin, Queer-Party-Veranstalterin und Autorin. Ahima Beerlage, aufgewachsen im Ruhrpott, studierte in Marburg und zog 1987 nach Berlin. 1998 erschien der Roman "Sterne im Bauch".

Zur Lesung von Ahima Beerlage am Montagabend kamen 25 Zuhörerinnen; zusammen mit Autorin und OrganisatorInnen füllten 29 Menschen den Raum in angenehmer aber nicht übertriebener Dichte. Die gut einstündige Lesung selbst war sehr spannend und anregend, Madeleine Marti, die die Lesung vermittelt hatte, hielt eine schöne Einleitung, Monika S. stellte den bücherraum f kurz und prägnant vor, und danach wurde dem von der Eröffnung übriggebliebenen Prosecco eifrig zugesprochen.


Eröffnung

Samstag, 8. September 2018


IMPRESSUM: Inhalt Verein bücherraum f, Webdesign: Monika Saxer